Liter(N)atur

Unter diesem Thema möchte ich kurz über die Assoziationen von Literatur und Natur plaudern. Schon von jeher haben Poeten und Lyriker in aller Welt sich von Jahreszeiten und Naturerlebnissen zum Schreiben inspirieren lassen, ob es sich dabei um das Frühlingserwachen, tobende Herbstürme, den Blütenduft einer Sommernacht oder das Rauschen eines Wildbachs handelte. Auch mich kann nichts mehr inspirieren als die zauberhafte Natur, wenn die Abendnebel über den Wiesen aufsteigen, der Vollmond sich hinter dem Bergrücken hochschiebt und den See in silbriges Licht taucht, oder die Blumen sich freudig und vom Tau benetzt der Morgensonne öffnen. So ist für mich als große Naturliebhaberin das Haiku die ideale Form, um meine Erlebnisse und Eindrücke lyrisch festzuhalten.

WAS IST EIN HAIKU?

Es ist die älteste und populärste Form japanischer Dichtkunst, gleichzeitig auch die kürzeste Dichtform. Im zwanzigsten Jahrhundert erfuhr das Haiku einen wahren Triumphzug um die ganze Welt. Heute werden Haiku von Tausenden von Lyrikern in allen Sprachen geschrieben.
Das Haiku besteht im Allgemeinen aus drei Zeilen, die in 5-7-5 Silben aufgeteilt sind. In schlichter Sprache wird ein erlebter Augenblick beschrieben, der einen unmittelbaren Bezug zur Natur hat. Von diesen kleinen Versen mit dem großen Inhalt geht ein ganz besonderer Zauber aus, dem man sich nur schwer entziehen kann. Vorläufer des Haiku ist das Tanka, dem zwei weitere Zeilen mit je 7 Silben hinzugefügt sind. Ein Haiku ohne Bezug zur Natur ist ein Senryu.

Und hier geht es zu den Haiku, die ich bisher geschrieben habe. Weitere werden noch folgen. Jedes Haiku wird von einem Foto begleitet, das auf unseren Kanutouren und Wanderungen in den wunderschönen kanadischen West Kootenays entstanden ist. Mehr Fotos gibt es auf unserer Wildnistouren-Webseite.

 

 

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